Staunen II ‚Äď Blick zur√ľck ohne Zorn

Nein, ich bin nicht zornig. Aber, ich sag‘ es mal auf Berlinerisch:¬†Ick kieke, staune, wundre mir … (–>¬†Wikipedia, YouTube).

Es geht heute um dasselbe Thema wie im vorangehenden¬†Artikel ‚Äď um Schule, Uni, Berufsbildung.¬†Aber diesmal sind andere Akteure im Spiel.

 

Erstaunlich.

In der Berufsbildenden Schule (BBS) in Bad Neuenahr fand k√ľrzlich wieder ein ‚ÄěTag der offenen T√ľr‚Äú statt. Im Lokalblatt ‚ÄěBlick aktuell‚Äú kann man lesen, wie vehement sich die jetzige BBS-Schulleiterin Gundi Kontakis f√ľr die berufliche Bildung einsetzt und den¬†‚ÄěZeitgeist‚Äú kritisiert, „der die akademische Bildung gesellschaftlich in den Vordergrund r√ľckt“.

Ich habe zwei Jahre an der BBS unterrichtet, noch bevor Frau Kontakis die Leitung √ľbernahm. 2016, also nach meiner T√§tigkeit an dieser Schule, erschien mein neues Buch ‚ÄěZu viel Schule, zu dumm f√ľrs Leben‚Äú, in dem genau das steht, was die Leiterin der BBS heute sagt: K√∂nigsweg¬†statt Akademisierungswahn. Allerdings geht es in meinem Buch auch um die Ursachen der deutschen Bildungsmisere:¬†Beamtendenken, B√ľrokratie, Kulturhoheit der Bundesl√§nder.

Und wie sah damals, vor anderthalb Jahren, die Unterst√ľtzung seitens BBS f√ľr mein Projekt aus?¬†Eine Autorenlesung im Dorint Hotel Bad Neuenahr wurde torpediert. Bei der IHK Koblenz, die sich f√ľr mein Buch engagierte, wurde interveniert („Wie kommt die IHK dazu, ein solches Projekt zu f√∂rdern?‚ÄĚ). Zu meiner Lesung kamen 0 (in Worten: Null)¬†von mehr als hundert ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, obwohl etliche von ihnen mir Wochen vorher ihre Teilnahme zugesagt hatten.¬†Erstaunlich.

 

Einmal Zwerg, immer Zwerg (O-Ton Markus Söder, CSU)

Noch erstaunlicher fand ich, dass trotz oder gerade wegen 😎 des Boykotts – √ľbrigens auch seitens anderer ortsans√§ssiger Schulen – am Abend meiner Lesung die H√ľtte rappelvoll war. Und w√§hrend der Diskussion gab es nicht nur Zustimmung, sondern auch Kritik an einigen meiner Thesen. Wie sch√∂n, dass es Menschen gibt, die frei heraus ihre Meinung sagen. Die nicht vor jedem Wortbeitrag zun√§chst pr√ľfen: Was ist politisch korrekt? Woher weht gerade der Wind? Was ist die derzeitige Meinung meiner Chefs und Chef-Chefs? Menschen, die nicht gleich auf beleidigte Leberwurst machen, wenn sie sich ertappt f√ľhlen von jemandem, der sich auskennt und der Klartext redet statt rumzueiern.

Nat√ľrlich konnte ich mir an jenem Abend einen Seitenhieb auf die Drahtzieher der Provinzposse in der „Metropole“ Bad Neuenahr nicht verkneifen. Das alles ist in ein paar Videos auf YouTube/lap-land dokumentiert, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen, nicht nur im Ahrtal, sondern in Hamburg, M√ľnchen, D√ľsseldorf, Dortmund – √ľberall da, wo ich bei meinen Auftritten ein aufgeschlossenes Publikum und ernstzunehmende Gespr√§chspartner finde. Auf die ollen BBS-Kamellen blicke ich inzwischen kaum noch zur√ľck. Wenn doch, wie jetzt aus gegebenem Anlass, dann ohne Zorn, aber mit einem Schmunzeln.

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Staunen

Man kann erstaunt sein √ľber die Sch√∂nheit der Natur, ebenso √ľber die Unermesslichkeit des Universums. Oder √ľber das Verhalten der Menschen.

 

Alles Abi oder was?

So lautet die Schlagzeile im KStA-Magazin vom 31.1.2018. Es geht darin um das ‚ÄěScheitern nach der Sechsten‚Äú, also die Folgen eines verkorksten Wechsels von der Grundschule zum Gymnasium – wenn n√§mlich Eltern

die Empfehlungen der Grundschulen (…) in den Wind geschlagen und dabei das Wohl ihrer Kinder mit den eigenen Vorstellungen von Schule verwechselt haben.

Man staunt nicht schlecht, wenn man den Bericht einer Mutter liest:

Dass das Kind aufs Gymnasium geht, war so klar wie die Tatsache, dass es schwimmen lernte und lesen. Schließlich waren wir Eltern und all unsere Geschwister auch auf dem Gymnasium.

Da macht eine junge Frau ihr Abi am Gymnasium und h√§lt sich anschlie√üend f√ľr sehr gebildet. Aber sie wei√ü nicht oder will nichts davon wissen, dass manchmal Kinder von¬†sehr klugen Menschen nur durchschnittlich begabt sind. Und dass es umgekehrt hochintelligente Sch√ľler gibt, deren Eltern nur die Hauptschule besucht haben. Es soll bisweilen auch vorkommen, dass V√§ter und M√ľtter ihr Kind einfach lieben – unabh√§ngig davon, wie intelligent oder erfolgreich es ist.

 

Erstaunlich.

Diese „gebildete“ Frau wundert sich nun, dass ihr Sohn zum Schulversager geworden ist. Dass er von den Mitsch√ľlern wegen seiner immer schlechteren Noten ausgelacht wird. Dass es kein ‚Äěunbeschwertes Zusammensein‚Äú mehr gibt in der Familie. Und dass der Junge seinen Eltern vorwirft:

Ihr interessiert euch nur daf√ľr, ob ich gut in der Schule bin.
F√ľr sonst nichts.

Was Mut macht in dem Zeitungsartikel, das sind neue Denkansätze. An der Kölner Königin-Luise-Schule beispielsweise werden die Neu-Gymnasiasten gezielt begleitet, wobei die Gymnasiallehrer eng zusammenarbeiten mit den ehemaligen Grundschullehrern!

Oder etwa die Entwicklung von Juliane (21), die auf der Realschule (‚Äěfand ich sehr sch√∂n, denn die Schule war klein‚Äú) ‚Äěab der 6./7. Klasse unglaublich Gas gegeben und viel gelernt‚Äú hat. Nach der 10. Klasse wechselte sie zum Gymnasium, nach dem Abi nahm sie eine Auszeit (‚Äěvier Monate in Indonesien‚Äú) und beschloss dann, eine Ausbildung zur Handelsfachwirtin zu machen.

Juliane wurde von ihren Eltern nicht zwangseingewiesen¬†ins Gymnasium. Jetzt¬†ist sie auf dem K√∂nigsweg. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich √ľberhaupt nicht.

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DEUTSCHLAND 4.0

Zur Zeit wird fieberhaft an „DEUTSCHLAND 4.0“ gearbeitet. Wie lap-land aus zuverl√§ssigen Filmkreisen erfuhr, ist dies der¬†Plot des¬†Polit-Thrillers:

 

Ausgangslage

Die Bundestagswahl am 24.09.2017 hatte zu folgenden Ergebnissen gef√ľhrt (vgl. „Projekt ORANGE‚ÄĚ):

 

Sonntag, 4. März 2018

Am Abend wird das Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums bekannt gegeben: Die Mehrheit der SPD-Mitglieder hat gegen den Koalitionsvertrag zwischen CDU, SPD und CSU vom 7.2.2018 gestimmt, d. h. die neue „GroKo“ ist vom Tisch.

 

Montag, 5. März 2018

Der SPD-Vorstand gibt bekannt: Noch im M√§rz soll bei einem Sonderparteitag der gesamte Vorstand neu gew√§hlt werden. Der noch amtierende Vorstand schl√§gt f√ľr die n√§chsten Jahre folgende Rollenverteilung vor:

– Neue Vorsitzende und Kanzlerkandidatin der SPD: Manuela Schwesig
– Neuer stellvertretender Vorsitzender: Stephan Weil
– Alte und neue Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion: Andrea Nahles
– Neuer Generalsekret√§r: Kevin K√ľhnert

 

Mittwoch, 7. März 2018

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz geben SPD und B√úNDNIS 90/DIE GR√úNEN bekannt:

РDie beiden Parteien werden bis zur nächsten Bundestagswahl eine Fraktionsgemeinschaft im Deutschen Bundestag bilden. Falls diese strategische Partnerschaft sich bewährt, wird man sie auch nach der nächsten Wahl beibehalten.
РDas Ziel ist, schon bald die stärkste Fraktion im Bundestag sowie die nächste Bundeskanzlerin zu stellen.
–¬†Die neuen F√ľhrungskr√§fte von SPD und GR√úNEN¬†(Schwesig, Weil, Nahles, Habeck, Baerbock)¬†laden alle anderen Parteien des Bundestags¬†– au√üer CSU und AfD – zu Gespr√§chen in den n√§chsten Tagen ein.

 

  

РDas Ziel: Bildung einer Minderheits- oder wenn möglich einer Mehrheitsregierung.
РEine mögliche Mehrheitsregierung wäre (s.o.: Säulendiagramm):
SPD/Gr√ľne und CDU („Kenia minus CSU“); Voraussetzung hierf√ľr: Ende der Fraktionsgemeinschaft CDU/CSU.
– Alternative: eine Minderheitsregierung von SPD/Gr√ľnen und FDP („Ampel“) mit insgesamt 300 von 709 Sitzen im jetzigen Bundestag, also 42,3% der Stimmen bei der Kanzlerwahl; Moderatorin bei den Verhandlungen: Malu Dreyer, seit Mai 2016 Chefin der Ampel-Landesregierung in Mainz.*)

 

Gr√ľndonnerstag, 29. M√§rz 2018

Manuela Schwesig wird zur neuen Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

 

Fotos:
РSchwesig: Olaf Kosinsky, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2017-06-25_Manuela_Schwesig_SPD_Bundesparteitag_by_Olaf_Kosinsky-16.jpg?uselang=de
РWeil: Ralf Roletschek, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2013-01-20-niedersachsenwahl-346.jpg?uselang=de
– Nahles:¬†Sandro Halank,¬†https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2017-05-09_Andrea_Nahles_(re-publica_17)_by_Sandro_Halank‚Äď9.jpg?uselang=de
РHobeck: Wikimedia; Robert Habeck, 14. Januar 2012, eigenes Werk
РBaerbock: Stefan Kaminski, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Annalena_Baerbock.jpg?uselang=de

*) aktualisiert am 11.02.2018

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Witzableiter(13): Bescheidenheit …

… ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr.

 

Der alte Rabbi Salomon liegt auf dem Sterbebett. Seine Freunde und seine ehemaligen Sch√ľler kommen, um sich von ihm zu verabschieden. Als der letzte gegangen ist, sieht Salomons Ehefrau Sarah, die bei allen Gespr√§chen dabei war, erstaunt den missmutigen Gesichtsausdruck ihres Mannes.¬†„Was ist mit dir, Salomon“, fragt sie ihn, „warum freust du dich nicht, wo doch jeder so sehr deine Eigenschaften ger√ľhmt hat? Sie lobten deinen Humor, deine Klugheit, deine Gro√üz√ľgigkeit und vieles mehr.“¬†Darauf der alte Rabbi: „Aber keiner hat meine Bescheidenheit erw√§hnt.“

aus: E. C. Hirsch, Der Witzableiter, Hoffmann und Campe
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Ende zwanzig und immer noch ein Kind?

lernen, arbeiten, philosophieren РErwachsenwerden ist kein Kinderspiel


Der Junge mit der hellen Kapuzen-Jacke sieht nicht allzu gl√ľcklich aus, wirklich gl√ľcklich scheint er nur zu sein, wenn man ihm einen Ball zum Spielen gibt und er zwischendurch lustige Faxen machen darf, das Bl√∂de ist, dass der Junge inzwischen nicht mehr zw√∂lf Jahre alt ist, sondern sich nur so benimmt, und¬†dass Vater Pierre¬†so irrsinnig viel Kohle kassiert f√ľr das Spielen und Faxen Machen von Pierre-Emerick, nat√ľrlich darf der Junge sich ab und zu einen goldenen Lambo kaufen, er kriegt ja genug Taschengeld. Allerdings¬†gibt es auch Gegenentw√ľrfe wie etwa das Leben von Steffi Graf, da drehte der¬†alte Herr¬†ebenfalls am gro√üen Geld-Rad, aber die „Kleine“ hat irgendwann nicht mehr mitgespielt, sie hat gelernt, gearbeitet, √ľber die Menschen und √ľber ihr eigenes Leben nachgedacht, am Ende hat sie sich¬†von der Habgier und √úbermacht ihres Vaters befreit, und ihre Kinder k√∂nnen vielleicht einmal¬†auf weniger dramatische Art erwachsen werden. P. S.: Mit vielen anderen BVB-Fans sto√üe ich darauf an, dass die Kohlenpott-Borussia nach Demb√©l√© nun den zweiten infantilen St√∂renfried losgeworden ist, und das Verr√ľckte ist, die k√ľnftigen Erziehungsberechtigten zahlen daf√ľr noch dicke, fette Knete.

 

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pierre-Emerick_Aubameyang.jpg?uselang=de
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Problembär CSU und Weltuntergang

Die messerscharfe Analyse des Zocker-Philosophen George Soros

 

Nein, Herr Soros hat nicht behauptet, die CSU sei eine Gefahr f√ľr den Weltfrieden. Das w√§re auch der Ehre zu viel f√ľr die kleine, radikale Volkspartei am Rande der Alpen. Aber er hat in seiner Rede auf dem diesj√§hrigen Weltwirtschaftsforum in Davos einen gro√üen Bogen gespannt – von Russland √ľber China nach Nordkorea, von Trump und¬†dem drohenden Untergang der Zivilisation √ľber Facebook und Google bis – ja, tats√§chlich – zum „Problemfall“ CSU im deutschen Parteiensystem. Schauen Sie sich die Zusammenfassung seiner Thesen samt Kurz-Video auf WELT.de¬†an. Es lohnt sich.

George Soros ist ein au√üergew√∂hnlicher Mensch. Er wurde 1930 in Budapest geboren, wegen seiner j√ľdischen Herkunft von den Nationalsozialisten verfolgt und promovierte in jungen Jahren im Fach Philosophie. Einer seiner Lehrer war¬†Karl Popper, der sp√§ter gro√üen Einfluss auf das politische Denken von Helmut Schmidt hatte. Bei Popper lernte Soros die Idee der¬†Offenen Gesellschaft kennen. Jetzt, mit 87 Jahren, setzt sich der geb√ľrtige Ungar und heutige US-B√ľrger f√ľr Demokratie und freies Denken ein, er unterst√ľtzt B√ľrgerrechtsorganisationen und ist nebenbei einer der reichsten M√§nner der Welt. Sein riesiges Verm√∂gen hat er durch knallharte Spekulationen an den internationalen Finanzm√§rkten erworben.

Dieser Mann sagt im Januar 2018 in Davos,

das Auftauchen einer anderen Partei ‚Äď der AfD ‚Äď habe die CSU gezwungen, ‚Äěnoch weiter nach rechts zu r√ľcken angesichts der Wahlen in Bayern im kommenden Jahr‚Äú (…) ‚ÄěDas deutsche Parteiensystem ist damit weitgehend funktionsunf√§hig, bis sich CDU und CSU aufspalten.‚Äú (siehe oben erw√§hnten WELT-Artikel)

Ich denke, die unbefangensten Beobachter eines politischen Prozesses sind die, die den gr√∂√üten Abstand von ihm haben – geographisch und gedanklich. Der US-Amerikaner George Soros spricht das aus, was man nie von einer der „f√ľhrenden Nullen“ in Berlin h√∂rt. All diese Jamaika- und GroKo-Strategen, die sich fast nur mit sich selbst und mit der Vergangenheit besch√§ftigen, kommen nicht auf diesen einen naheliegenden Gedanken oder sie verschweigen ihn:

Ohne CSU wäre das Regieren in Berlin einfacher und effektiver.

P. S.: Die Weltuntergangs-Uhr wurde gerade erneut um eine halbe Minute nach vorne verstellt – „die Apokalypse r√ľckt n√§her“ (–> ZDF-heute). Und die alte Schildkr√∂te wird’s freuen.

 

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:George_Soros_-_Festival_Economia_2012_01_(cropped).JPG?uselang=de
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Unsere Politiker sind nicht alle korrupt …

… aber fast alle, die es nicht sind, zeigen

wenig Mut, kaum Phantasie, null Enthusiasmus.

 

Die SPD lebt noch. Das hat ihr gestriger GroKo-Sonderparteitag gezeigt. Es wurde gestritten, aber mit gegenseitigem Respekt. Und einige, √ľberwiegend junge Leute, haben gek√§mpft – gegen die √úbermacht der „Pragmatiker“.

Ich kann das Wort nicht mehr h√∂ren. Man findet sie in allen Parteien, in Betrieben, Schulen und Hochschulen: die bekennenden „Pragmatiker“. Die Leute, f√ľr die es selten Zweifel oder gar Skrupel gibt. Sie wissen, wie klug, wie souver√§n und sexy sie sind. Und sie wissen, dass sie den „wahren Glauben“ haben: F√ľr jedes Problem gibt’s eine L√∂sung, f√ľr jeden Streit einen Kompromiss, und sei er so faul, dass es zum Himmel stinkt.

Das, was die alten Griechen mit Pragma gemeint haben – das Sachliche, die Handlung, die Tat – das alles ist notwendig, aber nicht hinreichend f√ľr ein gutes (Zusammen-)Leben. Hinzukommen m√ľssen Leidenschaft, Esprit, Mut zur Ver√§nderung. Und daran mangelt es den lupenreinen Pragmatikern so sehr, dass sie einem bei all ihrer Arroganz schon wieder leidtun.

Beides zusammenzubringen, Spirit und Pragma, f√§llt dem Einzelnen oft schwer. Wer’s schafft, zeigt damit seine Projektintelligenz. In einem Team, in einer Organisation gelingt die Kombination beider Kr√§fte meist leichter, wenn n√§mlich Pragmatiker und Vision√§re an einem Strang ziehen. Das Ergebnis ist Projektf√§higkeit. Die SPD arbeitet zur Zeit an dieser Baustelle.

Und allm√§hlich hat es auch der Letzte in unserem Land begriffen, wir brauchen in der F√ľhrung aller politischen Parteien einen Generationenwechsel – neue Ideen, neue Methoden, neue Gesichter.

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Weg mit dem Azubimangel! Her mit der Pflicht zum Sozial- oder Wehrdienst!

„Weg mit …“. Den ungek√ľrzten p√∂belhaften Titel der neuesten SPIEGEL-Kolumne von Margarete Stokowski („Wir m√ľssen √ľber Penisse reden …“) haben Sie vielleicht schon gesehen. Jedenfalls fand ich die Kolumne anregend, auch im Hinblick auf den vorliegenden Artikel.

Aber statt Sie mit Scherzen √ľbers Rohrverlegen zu langweilen, frage ich Sie: Was machen Frau Stokowski und all die anderen Sozial- und Geisteswissenschaftler, wenn nach einem Wasserrohrbruch die Wohnung √ľberflutet ist¬†und tats√§chlich ein neues Rohr verlegt werden muss? Und¬†wenn wochenlang kein Handwerker, ob mit oder ohne Penis, verf√ľgbar ist, der den Schaden beheben kann?¬†Wir m√ľssen √ľber Azubimangel reden.

Beim diesj√§hrigen¬†Deutschen Ausbildungsleiterkongress (DALK)¬†in D√ľsseldorf werde ich in den Ring steigen. Schwerpunkt wird dort eines¬†meiner Lieblingsthemen sein,¬†der¬†Azubi- und Fachkr√§ftemangel mit seinem siamesischen Zwilling¬†Akademisierungswahn. Nicht zuletzt deshalb verfolge ich nach wie vor die Neuigkeiten zu diesem Thema.¬†In einem aktuellen SPIEGEL-Artikel wird der 24-j√§hrige Max Geithner zitiert:

Viele wissen nach dem Abi nicht, was sie beruflich machen wollen, deswegen gehen sie erst einmal studieren.

Wie kann das sein? Unsere Jugendlichen werden zum Abi geschoben und zur Uni getragen. Sie¬†werden geh√§tschelt, alle Steine werden aus dem Weg ger√§umt, die T√§ler gef√ľllt und die Berge geebnet (Lukas 3,1-18), als sei jeder von ihnen ein Messias, auf den die Welt gewartet hat.

Sie fliegen nach Australien, langweilen sich und wissen nicht, was sie wollen. Deshalb „gehen sie erst einmal studieren“ – inzwischen sind es mehr als¬†500.000 jedes Jahr.¬†Und die Eltern von circa 200.000 dieser Hoffnungstr√§ger wundern sich etliche Jahre sp√§ter, dass der Sohn oder die Tochter das Studium abbricht und mit 23 Jahren als Azubi anheuert – wie etwa der oben erw√§hnte Max Geithner.

Was soll diese gigantische Zeit- und Geldverschwendung? Wenn 200.000 junge Leute pro Jahr nach durchschnittlich zwei Jahren ihr Studium abbrechen, werden dadurch j√§hrlich Steuergelder in H√∂he von circa 4 Milliarden Euro verballert. K√∂nnte man das Geld nicht besser in marode Schulen und √ľberlastete Kitas investieren?

Auf der anderen Seite lesen wir, z. B. im oben zitierten SPIEGEL-Artikel, auf welch lächerliche Weise sich mittlerweile Handwerksbetriebe jungen Leuten anbiedern, damit diese endlich Interesse an einer Berufsausbildung zeigen. Ich schlage vor, den Spieß umzudrehen. Oder nennen wir es

Umkehr der Beweislast.

Nicht die Hochschulen und Betriebe m√ľssen den Beweis erbringen, dass sie gut genug sind f√ľr die Schulabg√§nger, sondern diese m√ľssen beweisen, dass sie es wert sind,¬†Milliarden in ihre akademische Laufbahn zu investieren.

Konkret könnte das so aussehen:

  • Wiedereinf√ľhrung der Wehrpflicht, die immer noch im Grundgesetz verankert ist (siehe:¬†Statement von Helmut Schmidt, ZEIT, 15.12.2010)
  • jeder junge Mensch kann statt in der Bundeswehr auch im Sozial- oder Gesundheitswesen diese Pflicht erf√ľllen
  • in jedem Fall wird am Ende der Pflichtzeit ein Arbeitszeugnis ausgeh√§ndigt, in dem die gezeigten Kompetenzen und Leistungen beschrieben sind
  • der Staat sorgt in den genannten Bereichen f√ľr ein ausreichendes Angebot an Azubi-Stellen, d. h. durch zeitliche Verl√§ngerung des Wehr- oder Sozialdienstes ist ein Berufsabschluss m√∂glich
  • umgekehrt wird die Pflichtzeit verk√ľrzt, wenn der junge Mensch eine Berufsausbildung in einem IHK- oder Handwerksbetrieb durchl√§uft
  • Zulassungsvoraussetzung f√ľrs Studium ist neben dem Hochschulreifezeugnis ein Arbeitszeugnis.
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Nachtrag zu „GroKo IV – hier denkt und lenkt der √∂ffentliche Dienst“

Der prominente Gr√ľnen-Politiker¬†Boris Palmer¬†hat gestern bei einer Diskussion in K√∂ln den Inhalt meiner Thesen vom vorgestrigen lap-land-Artikel¬†unmissverst√§ndlich untermauert.

Palmer ist selbst Staatsbediensteter. Aber anders als seine zahlreichen Parteifreunde im Staatsdienst – es sind knapp 30.000 von gut 60.000 GR√úNEN-Mitgliedern – kritisiert er offen die v√∂llig √ľberzogenen Privilegien der deutschen Beamten. Er nennt unter anderem zwei Punkte, die auf der Tagesordnung der aktuellen GroKo-Gespr√§che stehen: Krankenversicherung („Beihilfe“) und Altersversorgung (Pension eines Bundesbeamten: 3030 Euro im Durchschnitt, gegen√ľber 1096 Euro bei der¬†gesetzliche Altersrente; bei Frauen sind es 665 Euro (!)).

Weitere Details zu den Palmer-Statements finden Sie auf BILD-Online.

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GroKo IV Рhier denkt und lenkt der öffentliche Dienst

Die WELT bringt heute einen kritischen Kommentar von Robin Alexander, der mich regelrecht elektrisiert hat. Gleich zu Beginn liest man:

Die GroKo ist die neue Norm geworden. In ihr finden keine unterschiedlichen Milieus und Weltanschauungen zusammen ‚Äď sondern konkurrierende Funktion√§rsgruppen, welche die Perspektive des √∂ffentlichen Dienstes teilen.

Wir alle glauben, in einer¬†repr√§sentativen Demokratie¬†zu leben.¬†Dass aber im Bundesparlament die Berufsgruppen unseres Volkes keineswegs angemessen repr√§sentiert sind, fasste schon vor circa drei√üig Jahren der damalige Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff so zusammen: „Der Bundestag ist mal voller, mal leerer – aber immer voller Lehrer.“

2013 saßen im Deutschen Bundestag
– 2 Arbeiter, das entspricht 0,3% aller Abgeordneten, und
– 150 Staatsbedienstete (Beamte bzw. Angestellte im √Ėffentlichen Dienst), das sind fast 25% der Abgeordneten.

Zum Vergleich die entsprechenden Bevölkerungsanteile:
– 26,2% Arbeiter (Stand 2011)
– 13,6% Staatsbedienstete (aktueller Stand).

Noch aufschlussreicher ist die Zusammensetzung der Parteimitgliederschaften (Stand 31.12.2016, AfD-Zahlen liegen nicht vor):
– Arbeiter: CDU 7%, CSU 9%, SPD 16%, FDP 3%, DIE LINKE 19%, GR√úNE 4%
– Staatsbedienstete: CDU 31%, CSU 30%, SPD 42% (!), FDP 27%, DIE LINKE 34% (!), GR√úNE 45% (!!).

Fazit:

  • Das Handeln eines Gro√üteils der heutigen Politiker basiert auf Beamtendenken. Arbeitslosigkeit, Unterbezahlung oder Altersarmut kennen diese Frauen und M√§nner, wenn √ľberhaupt, nur vom H√∂rensagen.
  • Wenn Sie Arbeiter, Angestellter oder Freiberufler sind, sollten Sie nicht nur w√§hlen gehen. Sie sollten in eine politische Partei eintreten und den Laden aufmischen. Bringen Sie ruhig noch ein paar Bekannte mit, die ebenfalls keine Staatsbediensteten sind.
  • Eine „√úberwindung des¬†Eltern in den Wahnsinn treibenden Bildungsf√∂deralismus“ ¬†(Zitat aus dem oben erw√§hnten WELT-Kommentar) ist auch von der n√§chsten GroKo nicht zu erwarten. Denn warum sollten beamtete Politiker sich f√ľr die Abschaffung s√§mtlicher Landes-Schulministerien einsetzen?

Meine Einstellung zum letzten Punkt ist Ihnen ja bestens bekannt …

… Im √úbrigen bin ich der Meinung, dass alle 16 deutschen Landesministerien f√ľr Schule abgeschafft werden m√ľssen.

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Sollen wir sie wirklich retten?

Wie lange wird es Frau Merkel noch machen? Eine ziemlich langweilige Frage zu Beginn des neuen Jahres, verglichen mit einer, die selten gestellt wird:

Wie lange wird es die Gattung Mensch noch machen?

Dieses Auslaufmodell, das sich selbst den Titel „sapiens“ verliehen hat, obwohl eine wachsende Anzahl der jetzt existierenden Exemplare immer schneller und bekloppter an dem Ast s√§gt, auf dem alle sitzen. Selbst „erectus“ w√§re in den meisten F√§llen gelogen.

Noch seltener stellt irgendjemand die Frage: W√§re es denn schlimm¬†f√ľr die Erde, wenn es auf ihr keine Menschen mehr g√§be? Diese Sch√§dlingsart, die den Planeten innerhalb k√ľrzester Zeit zugrunde gerichtet hat?¬†Sollen wir sie wirklich retten?

Was meinen Sie, wie viel Zeit und Geld sollte Ihr Nachbar investieren, um eine rasant wachsende Population von Kakerlaken in seiner Wohnung am Leben zu halten? Das Problem ist, Sie und ich sehen uns stets in der Rolle des Wohnungseigent√ľmers bzw. des Nachbarn. Aber wir sind die Kakerlaken. Der Eigent√ľmer ist eine¬†Schildkr√∂te namens Gaia.

Die folgende Geschichte macht den globalen Schla­mas­sel etwas deutlicher und Ihre innere Einstellung dazu hoffentlich etwas lockerer.

Ein Mann erscheint auf der Polizeiwache. ‚ÄěMeine Frau ist seit Tagen verschwunden. Ich m√∂chte sie als vermisst melden‚Äú. Darauf der diensthabende Polizist: ‚ÄěHaben Sie ein Foto?‚Äú Der Mann gibt ihm ein Foto. Der Polizist schaut auf das Bild, er schaut seinen Kollegen an, der sieht sich auch das Bild an, sie schauen sich beide an. Die Dame auf dem Foto ist abgrundtief h√§sslich. Schlie√ülich wendet sich der zweite Polizist an den Besitzer des Fotos:¬†‚ÄěSollen wir sie wirklich suchen?‚ÄĚ

Allen Gender-Expert(inn)en mit nur bedingt lockerer Einstellung empfehle ich die glutenfreie, humorreduzierte Version:¬†Ein menschliches Wesen erscheint auf der/dem Polizeiwach(e). ‚ÄěMein(e) Lebenspartner(in) ist …“¬†

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Lappland, Rentier, Weihnachtsmann

Zu wenig Kohle, Schotter, Knete? Zu wenig Schnee?

Auf nach Lappland.

 

 

 

 

 

Rentiere können sehr schnell sein.

 

 

 

 

 

 

 

Aber ein Roller tut’s auch.

 

 

Allen lap-land-Fans und ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest.
Und guten Rutsch!
😎

 

 

 

Fotos:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Abisko_Nationalpark_3.jpg?uselang=de
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spitsbergen_reindeer01.jpg?uselang=de
Frank Schwichtenberg,
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Santa_Claus_BMW_01.jpg?uselang=de
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Gefeuerte Trainer, verblödete Spieler

Fußball. Es fängt fast immer ganz harmlos an. Ein paar Jungs und Mädels, sechs oder sieben Jahre alt, laufen auf einer Wiese einem Ball hinterher. Sie rennen, rangeln, kämpfen um den Ball und haben einen Heidenspaß dabei.

Aber wehe, es ist einer dabei, der hundertmal besser ist als die anderen. Besser beim Dribbeln, P√§sse schlagen, Tore schie√üen. Dann h√∂rt der Spa√ü sehr bald auf. Die gro√üe GeldMachtGier-Maschine streckt ihre F√ľhler aus, die ersten „Dealer“ tauchen auf und der Teufelskreis beginnt: Ego statt Kameradschaft, brutale Fouls statt Fairness, Vermarktung und Menschenhandel statt Freiheit und Autonomie.

 

Bildung, Charakter, Sportsgeist – wen interessiert das noch?

Im Sportsgeist vereinen sich K√∂rper, Geist und Seele des Menschen, es geht um die Wahrheit und Echtheit der Aus√ľbung des Sports.

Diese Definition findet man bei¬†netzathleten.de; dahinter steckt MairDumont Netletix, ein Joint Venture von¬†RTL Deutschland und der Verlagsgruppe MairDumont.¬†Alles klar? W√§hrend Naivlinge wie ich bei „K√∂rper, Geist & Seele“ an Charakterbildung im Sinne der Projektphilosophie-Uhr denken, haben diese Experten f√ľr Sportsgeist schlicht „Profit, Profit & Profit“ im Sinn.

Nils Petersen, St√ľrmer beim SC Freiburg, hat k√ľrzlich in einem FOCUS-Interview¬†das Elend der Fu√üballgladiatoren sehr treffend beschrieben:

Manchmal sch√§me ich mich, weil ich so wenig Wissen von der Welt besitze. (…)¬†Ich habe nichts gelernt, keine Ausbildung gemacht (…) Salopp gesprochen, verbl√∂de ich seit zehn Jahren, halte mich aber √ľber Wasser, weil ich ganz gut kicken kann.

Profifu√üball-Trainer werden inzwischen in immer k√ľrzeren Abst√§nden entlassen. Wieso eigentlich? So unf√§hig k√∂nnen all die gefeuerten Ancelottis, St√∂gers und Bosz’s doch nicht sein. Der Spieler Petersen gibt uns den entscheidenden Hinweis.¬†Die jungen Stars sind in Sachen

Bildung

und Charakter schlicht unterbelichtet. Sie werden gehätschelt, manipuliert, korrumpiert. Sie kommen mit ihren Protz-Schlitten verspätet zum Training und glotzen auf ihre Smartphones, statt dem Chefcoach zuzuhören, denn sie wissen: Der kassiert nicht halb so viel Kohle im Monat wie sie.

 

Tipp eines alten Philosophen: Sapere aude

Was macht ein junger, reicher Sportprofi, wenn er eines Tages f√ľnfzig ist? Ist er dann immer noch reich? Und ungebildet? Der f√ľnfzigj√§hrige, hoch verschuldete Boris Becker kennt inzwischen die Antwort. Nils Petersen kennt sie heute schon – ein junger Fu√üballer, der den Mut hat, nachzudenken.¬†Ihm sollte man ein Denkmal setzen, nicht Ronaldo oder Maradona.

 

Foto: Derek Jensen; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Youth-soccer-indiana.jpg?uselang=de
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Schach – die ideale Spielkonsole f√ľr Kinder

Haben Sie schon einmal mit einem F√ľnfj√§hrigen Schach gespielt?¬†Genau das habe ich am vergangenen Samstag gemacht, und ich war wirklich von den Socken. So viel Spielfreude, Begeisterung und Ausdauer hatte ich bei meinem kleinen „Gegner“ nicht erwartet.

Nat√ľrlich hatte ich mich ein wenig vorbereitet auf diese spezielle Schach-Session. Bei meinen Internet-Recherchen fand ich zun√§chst einen Text, den ich hier gern weitergebe als

Buchtipp:
Jörg Sommer, Bernd Rosen: Hilfe, mein Kind spielt Schach!
Verlag: Chessgate, 142 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2005
ISBN-13: 978-3-935-74812-4

Auf der Verlagsseite des Buchs findet man eine Leseprobe. Darin hei√üt es im Abschnitt „Schach als Reifungsprozess“ (S. 27 f.):

Denn Schach ist kein Gl√ľcksspiel (…) Es gibt keine W√ľrfel, keine Zuf√§lle im Spiel. (…) Es gibt keine Entschuldigung. Hat man verloren, war der Gegner eben besser. Das zu akzeptieren f√§llt schwer. Kindern besonders.
Doch nun die gute Nachricht: Verlieren kann man genauso lernen wie Gewinnen. Und das macht Schach so wertvoll gerade f√ľr Kinder.

Das Schachspiel ist also keineswegs bloßes Intelligenztraining. Die Kinder lernen, sich zu konzentrieren, sich an Regeln zu halten und vor allem: auf spielerisch-kreative Weise stets neue Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Bei meinen Recherchen stie√ü ich ebenso auf¬†das¬†Projekt „Kinderschach in Deutschland“. Die¬†Projektidee wurde auf der Basis von Forschungsstudien entwickelt und dann an etlichen Kindertagesst√§tten umgesetzt. Mein Vorschlag an Sie und an alle Eltern, Erzieher und Lehrer:

Mehr Schach in der Familie, in den Kitas und Grundschulen.

Machen Sie den ersten Schritt, an einem der Advents- oder Weihnachtstage. Mit Ihrer kleinen Tochter, Ihrem Neffen oder Enkel.

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Korrespondierender Artikel: Der gefesselte Springer

 

Foto: Alan Light, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ChessSet.jpg?uselang=de
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Der betr√ľgerische Bankrott der CSU

Markus S√∂der, der neue „starke Mann“¬†der CSU, hat 2012 zum m√∂glichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone gesagt:

Irgendwann muss jeder bei der Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit.¬†(SPIEGEL-ONLINE-Spr√ľcheliste, Nr. 6)

Ich sage heute, im Jahr 2017:

Irgendwann muss die CSU erwachsen werden und aus dem Hotel Mama-CDU ausziehen. Wann sind die Bayern endlich soweit?

Die Seehofers, Dobrindts und S√∂ders geben sich gern als gestandene bayrische Mannsbilder. Aber was sind das f√ľr Kerle? Immer, wenn’s drauf ankommt, schl√ľpfen sie unter den Rock von Mutti Merkel.

Schon Franz-Josef Strau√ü, der √úbervater der CSU, hat stets nur damit gedroht, aber er hat es nie gewagt: Mit der CSU √ľberall in Deutschland anzutreten – gegen CDU, SPD und all die anderen.

Die CSU ist nur noch ein Schatten fr√ľherer Tage. Sie m√ľsste Konkurs anmelden, aber sie verschleppt den Konkurs. Wie k√ľrzlich die Schlecker-Familie versuchen jetzt die CSU-Bankrotteure zu retten, was zu retten ist. Jeder f√ľr sich.

Aber irgendwann wird es der letzte Depp in M√ľnchen, Hamburg und Berlin, in der CDU, der SPD und bei den Gr√ľnen gemerkt haben:

  • Seit Seehofer hat die CSU unserer Republik, dem Land Bayern und der CDU mehr Schaden zugef√ľgt als Nutzen gebracht.
  • Die CSU-F√ľhrungsspitze ist heillos zerstritten.
  • Nichtsdestotrotz haben diese Leute die Kanzlerin herabgew√ľrdigt, den Deutschnationalen zum Aufstieg verholfen und zuletzt bei den Jamaika-Sondierungen st√§ndig quergeschossen.
  • 1983, vor der Wiedervereinigung, holte die CSU 10,6% der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl. Jetzt sind es nur noch 6,2% – das mit Abstand schlechteste Ergebnis von allen sieben Bundestagsparteien.
  • Das Ganze wird weiterhin kaschiert durch die „schwarze S√§ule“ der CDU/CSU-Gesamtwerte bei allen Umfrage-Diagrammen. Die miesen CSU-Werte werden systematisch unterschlagen. Au√üer in lap-land.
  • Seehofer & Co. treten weiterhin auf, als w√ľrden sie nicht eine Splitterpartei, sondern eine Volkspartei vertreten. Sie ma√üregeln die SPD, die FDP, die Gr√ľnen und ebenso die CDU.
  • In Wirklichkeit haben die Riesenzwerge in der CSU-F√ľhrung die Hosen gestrichen voll. Denn sie wissen: Viele Bayern w√ľrden sofort die CDU w√§hlen, wenn das eines Tages m√∂glich w√§re. Umgekehrt w√ľrde kaum ein vern√ľnftiger Rheinl√§nder oder Mecklenburger seine Stimme der bayrischen Provinzpartei geben, wenn sie bei ihm antr√§te. Und die Unvern√ľnftigen haben l√§ngst eine f√ľr sie bessere Alternative f. D..

Die logische Konsequenz: Kenia minus CSU.

 

Foto: Dr. Markus Söder, eigenes Werk
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2509_Markus_Söder.jpg?uselang=de
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Kenia minus CSU …

… ist der Hit in Oliver Welkes „heute-show‚ÄĚ.

 

Bei 10:58 geht’s los in der¬†neuen Ausgabe der heute-show. Oliver Welke stellt das Modell¬†„Kenia minus CSU‚ÄĚ vor, womit wir rein rechnerisch eine neue Regierung mit klarer Mehrheit im Bundestag bek√§men. Und das Publikum applaudiert begeistert.

Ich muss neidlos anerkennen, dass Herr Welke seine Idee in der Sendung vom 1.12.2017 knackiger verkauft als ich die meine am 20.11.2017 (siehe „Projekt ORANGE‚ÄĚ). Dabei sind beide v√∂llig identisch. In meinem Artikel¬†wird lediglich etwas detaillierter der Weg zum Ziel beschrieben, aber dieses Ziel ist:¬†Kenia minus CSU.

Es freut mich sehr, dass die Leute von der heute-show dieses Modell einmal den Zuschauern um die Ohren hauen, obwohl bzw. gerade weil es nicht dem Mainstream-Denken entspricht. Denn diese Show wird zweifellos von vielen f√ľhrenden Politikern regelm√§√üig gesehen.

„Kinder, man wird doch noch tr√§umen d√ľrfen‚ÄĚ, sagt Welke zum Schluss.¬†Ich sage, besser Tr√§umer als Feigling und Verr√§ter ureigener √úberzeugungen.

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GroKo war gestern. Jetzt kommt die LoKo (Loser-Koalition).

Mein Vorschlag: Der Trainer von Holstein Kiel wird Coach in Berlin. F√ľr die Spitzenpolitiker von¬†Union und/oder SPD.

 

Quiz-Frage: Wer von den Unions-/SPD-Spitzenleuten hat k√ľrzlich gesagt:

Unsere Analyse nach einer Wahl richtet sich nicht danach, ob wir zus√§tzliche Prozentpunkte geholt haben. F√ľr uns geht es darum, ob die Vorgaben richtig umgesetzt wurden. Die Prozentpunkte kommen dann von ganz allein.

Die richtige Antwort lautet: keiner. Wenn Sie aber in dem obigen Zitat „Wahl“ durch „Spiel“ ersetzen sowie „Prozentpunkte“ durch „Punkte“, dann haben Sie ziemlich genau das, was der Fu√üballtrainer Markus Anfang in seinem heutigen SPIEGEL-Interview gesagt hat.¬†Der Coach schaffte vor einem halben Jahr mit Holstein Kiel den Aufstieg in die 2. Bundesliga, und ein Durchmarsch in die erste Liga ist nicht unwahrscheinlich.

Die LoKo-Verhandlungsf√ľhrer von CDU, CSU und SPD – den Verliererparteien der letzten Bundestagswahl – sollten also √ľberlegen, ob sie nicht Herrn Anfang f√ľr ein paar Wochen als Coach verpflichten. Kleiner Hinweis: Die Winterpause der 2. Bundesliga dauert vom 19. Dezember bis zum 23. Januar.

Der Mann aus Kiel k√∂nnte in Berlin das Schlimmste verh√ľten. Er br√§uchte dort sicher nur wenige Tage, um sein Erfolgsrezept zu vermitteln:

  • Ich versuche auch heute noch, meinen Spielern Spa√ü zu vermitteln. Das funktioniert am besten, indem ich nicht als Chef alles bestimme, sondern eine N√§he zu den Spielern habe und sie in meine Entscheidungen mit einbeziehe.
    (Hierbei entspricht den „Spielern“ die „Parteibasis“.)
  • Wenn man immer nur versucht, nichts kaputt zu machen, dann bringt einen das nicht ans Ziel. Das hat etwas mit Mut zu tun.
    (Ende der wörtlichen Zitate)
  • Mut ist wichtiger als das Schielen auf Prozentpunkte; ebenso wichtig ist eine klare Vorgabe, sprich: Strategie (vgl. Eingangs-Zitat)

Das vollständige SPIEGEL-Interview finden Sie hier.

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Korrespondierende Artikel:

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Der gefesselte Springer

Buchtipp: „Autonomie‚ÄĚ von Beate R√∂ssler

 

 

 

 

Beate Rössler
Autonomie – Ein Versuch √ľber das gelungene Leben
Suhrkamp, 2017, 443 Seiten
ISBN: 978-3-518-58698-3
Auch als eBook erhältlich

 

Im Schachspiel spricht man von ‚ÄěFesselung‚ÄĚ, wenn eine Figur, beispielsweise ein Springer, nicht bewegt werden kann, da sonst der dahinterstehende K√∂nig ins Schach geriete.¬†Wer sich ein wenig mit Schach auskennt, wei√ü: Solange ein gefesselter Springer nicht befreit wird, ist die Anzahl der m√∂glichen weiteren Aktionen enorm reduziert. Es kann der Anfang vom Ende sein ‚Äď vom Ende einer gelungenen Partie.

Das ‚Äěgelungene Leben‚ÄĚ im Untertitel von R√∂sslers neuem Buch hat mich neugierig gemacht. Autonomie, Selbstbestimmung, Freiheit ‚Äď das sind Themen, die man¬†auf politisch-gesellschaftlicher oder psychologischer Ebene abhandeln kann.¬†Aber Beate R√∂ssler ist Philosophin, sie setzt sich vor allem mit der Frage auseinander: Was sind die Wechselwirkungen zwischen Autonomie und Gl√ľck, Erfolg, Sinn des Lebens?

Zun√§chst einmal strebt sie eine klare Abgrenzung der Begriffe an: Wann l√§sst sich ein Leben als gl√ľcklich bezeichnen? Was ist demgegen√ľber ein gutes / sinnvolles / gelingendes Leben? Absolut √ľberzeugt hat mich R√∂sslers logische Kette (S. 96 oben):

Man kann ein sinnvolles Leben leben, ohne gl√ľcklich zu sein; aber nicht, ohne selbstbestimmt zu sein.

Wie ein roter Faden zieht sich diese Kernthese durchs ganze Buch: Autonomie ‚Äěals notwendige Bedingung des gelungenen Lebens, nicht jedoch als hinreichende‚ÄĚ.

Die Autorin zitiert ‚Äď das ist eine der St√§rken des Buchs ‚Äď immer wieder andere Philosophinnen, Philosophen oder auch Romanciers, um die unterschiedlichen Standpunkte zu diesen Begriffen herauszuarbeiten. Da findet man Kleinode wie etwa die Sentenz Platos √ľber Selbsterkenntnis und Selbstt√§uschung (S. 133):

Denn von sich selbst get√§uscht zu werden, ist doch das Aller√§rgste. Denn wenn der Betr√ľger nicht auf ein Weilchen sich entfernt, sondern immer bei der Hand ist, wie sollte das nicht schrecklich sein?

Hat das Buch auch Schw√§chen? Ja, eine kleine und verzeihliche. Beate R√∂ssler sagt in ihrem Vorwort, sie habe versucht, so zu schreiben, dass der Text sich auch jemandem erschlie√üt, der nicht Philosophie studiert hat. Und dann: „… dies ist mir in einigen Kapiteln (…) gewiss besser gelungen als in anderen‚ÄĚ. So ist es. Statt umst√§ndlichem Fachjargon ab und zu einfache und klare Worte – das h√§tte der Botschaft mehr Durchschlagskraft verliehen.

Insgesamt jedoch hat die Autorin zum komplexen Thema „Autonomie‚ÄĚ ein umfangreiches, ja grundlegendes Werk vorgelegt. Gleich im zweiten Kapitel besch√§ftigt sie sich mit den unvermeidlichen Ambivalenzen im Leben, danach mit Selbstbeobachtung, Blogging und Quantified Self. In den letzten Kapiteln geht es um das private Leben, um soziale Rahmenbedingungen f√ľr Autonomie und dann zusammenfassend nochmals um Moral, Verantwortung und das „gelungene Leben‚ÄĚ.

Ein besonderer Gewinn waren f√ľr mich – wen wundert’s? – die Passagen √ľber den Zusammenhang zwischen Autonomie und¬†Projekten.¬†Auf Seite 121 z. B. hei√üt es:

(…) selbstverst√§ndlicher Teil unserer Projekte wird es zumeist sein, dass wir andere Personen respektieren, sie f√ľr unsere Ziele nicht allein als Mittel gebrauchen, zumal wir die meisten unserer Projekte ohnehin (…) gemeinsam mit anderen¬†verfolgen.

Ich bin sicher, auch Ihnen wird dieses Buch neue Sichtweisen und praktischen Nutzen bringen. Als Appetizer empfehle ich das Video „Wie Freiheit gelingt‚ÄĚ aus der SRF-Reihe „Sternstunde Philosophie‚ÄĚ.

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Weitere Buchtipps finden Sie hier.

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P. S.: In den letzten Wochen habe ich √ľberwiegend politische Ereignisse kommentiert. Es wurde also h√∂chste Zeit, diesen Philosophie-Artikel zu schreiben. Allerdings kam mir dann, ohne dass ich es wollte, √ľber den gefesselten Springer die schlaue Schachspielerin Angela Merkel in den Sinn.

Und die Gegenspieler, die ihre Springer aus Versehen selbst fesseln statt mit ihnen die nur scheinbar √ľberm√§chtige Dame endlich aus dem Spiel zu nehmen. Politik ist nichts anderes als angewandte Philosophie, Logik und Strategie. Es gilt der Spruch des Politikers Perikles:

Das Geheimnis des Gl√ľcks ist die Freiheit,
deren Geheimnis aber ist der Mut.

F√ľr Nicht-Schachspieler: Der Springer ist die einzige Figur, die nicht linear ‚Äědenkt‚ÄĚ, sondern Haken schl√§gt. Deshalb kann er die Dame angreifen, ohne dass sie selbst ihn im Gegenzug schlagen kann. Als Junge habe ich all das von meinem Vater gelernt. Er war ein ausgezeichneter Schachspieler. Bei ihm standen die Pferdchen nie lange im Stall und waren selten gefesselt. Keine Brauereig√§ule, keine Dressurpferde, eher Mustangs. Immer in Bewegung.

 

Bild-Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Chess_piece_-_Black_knight.JPG?uselang=de, MichaelMaggs
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Pl√§doyer f√ľr Schwarz-Rot-Gr√ľn …

… von¬†Gesine Schwan und Wolfgang Thierse¬†in einem SPIEGEL-Gastbeitrag¬†(vor wenigen Minuten erschienen)

 

Was Frau Schwan und Herr Thierse da vorschlagen in ihrem Artikel, geht schon stark in Richtung Projekt ORANGE. Freut mich.

Es ist alles wie bei meinem ORANGE-Modell, mit einem kleinen, entscheidenden Unterschied, den ich in Form einer Frage formuliere:

Wozu brauchen wir in dieser Konfiguration die CSU?

Schwan und Thierse sagen es selbst: In ihrem Modell h√§tte die Regierung eine zu gro√üe Mehrheit, die Opposition w√§re demgegen√ľber zu schwach. Und wenn schon in diesem Pl√§doyer die Inhalte in den Vordergrund gestellt werden – warum die CSU mit reinnehmen, die bei den Jamaika-Sondierungen st√§ndig die Gr√ľnen-Positionen durch den Kakao gezogen hat?

Viele werden sagen, die Union wird sich nicht auseinander dividieren lassen. Ich sage: Das ist Merkels Problem. Beziehungsweise das Problem der CDU mit ihrer ramponierten Vorsitzenden. Warum dreht Schulz nicht endlich den Spieß um und fordert von der CDU staatstragendes Verhalten РPatriotismus statt Partei-Egoismus?

Anders als Schwan und Thierse pl√§diere ich also nicht f√ľr Schwarz-Rot-Gr√ľn.
Ich pl√§diere f√ľr Rot-Gr√ľn/Schwarz, ohne CSU.
Nennen wir’s „ORANGE/Schwarz“.

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Schwesig for chancellor

Kick-off / Projekt ORANGE

 

Mein gestriger Artikel „Update / Projekt ORANGE“ basiert auf den aktuellen SPON-Wahltrend-Zahlen („Sonntagsfrage“). Nach dieser Prognose

  • w√ľrden CDU/CSU von 33% auf 29,2% sinken
  • m√ľsste die CSU (5,5%) um den Einzug in den Bundestag bangen
  • w√ľrden FDP und Gr√ľne sich auf 13,2 bzw. 11,9% verbessern
  • die SPD auf 19,5% absinken.

Wer es gut meint mit der SPD, kann ihr jetzt, in der Stunde der Konzept- und Ratlosigkeit, nur den Rat geben:

  • Sofort raus aus der Defensive und der Verlierermentalit√§t.
  • Merkel frontal angreifen; denn sie wurde abgew√§hlt, nicht Schulz.
  • Deutliche Zeichen setzen: Initiative, F√ľhrungskompetenz, Wille zur Macht.
  • Schulterschluss mit den Gr√ľnen (–> Projekt ORANGE).
  • Kontinuit√§t: Schulz bleibt SPD-Vorsitzender, Nahles Fraktionsvorsitzende.
  • Neue SPD-Kanzlerkandidatin: Manuela Schwesig.

 

 

  • Frau Schwesig stellt sich zur Kanzlerwahl im Bundestag.
  • Falls sie nicht zur Kanzlerin gew√§hlt wird und Neuwahlen angesetzt werden, gehen SPD und Gr√ľne mit der Kanzlerkandidatin Schwesig in den Wahlkampf 2018.

Der Effekt: F√ľr die W√§hlerinnen und W√§hler w√§ren die Fronten endlich klar. Jeder w√ľsste: Wer SPD oder Gr√ľne w√§hlt, hat eine echte Chance, zu den Siegern zu geh√∂ren.

M√∂gliches Szenario: Ende der √Ąra Merkel / statt vier Jamaika-Crashpiloten maximal drei Koalitionsparteien / im Fr√ľhjahr ’18¬†Start der neuen Mitte-Links-Regierung.

Schwesig – die deutsche Antwort auf Macron.


Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Manuela_Schwesig_in_2015?uselang=de#/media/File:201512_Manuela_Schwesig_SPD_Bundesparteitag_by_Olaf_Kosinsky-14.jpg¬†–> Olaf Kosinsky/Skillshare.eu
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