Worst Case GroKo

GroKo – das große Kotzen. Keiner sagt es so drastisch und laut, aber gefĂŒhlte 95 Prozent der Deutschen sehen es so. Sie empfinden manche Wahlkampf-Äußerungen fĂŒhrender GroKo-ReprĂ€sentanten als großkotzig. Wasser auf die MĂŒhlen der Parteien, die jetzt noch in der Opposition sind. Bis morgen Abend.

„Opposition ist Mist” – Worte des ehemaligen SPD-Vorsitzenden MĂŒntefering. Ich sage: Wenn die SPD nach dieser Wahl weder in der Lage ist, den Kanzler zu stellen, noch bereit ist, in die Opposition zu gehen, dann ist das mehr als Mist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Es wĂ€re die Selbstentleibung der SPD. Und bedrohlich fĂŒr unsere Republik.

Fassen wir zusammen:

  • Die sogenannte „Große Koalition” der vergangenen Jahre war nie groß. Vielmehr ein ZweckbĂŒndnis von drei (nicht zwei!) deutschen Parteien, die sich gegenseitig Budgets und Pöstchen zugeschoben haben: CDU, CSU und SPD. Keine von ihnen ist zur Zeit eine Volkspartei, allenfalls die CSU in Bayern.
  • Im neuen Deutschen Bundestag wird es vermutlich sieben Parteien geben und wegen der Ächtung der AfD und der partiellen Ächtung der Linken nur drei Möglichkeiten einer Regierungsbildung:
    – Neuauflage des 3-Parteien-Arrangements mit der euphemistischen Bezeichnung „GroKo” – falls die SPD sich fĂŒr den Suizid entscheidet
    – eine 4-Parteien-Regierung „Jamaika” (CDU, CSU, FDP, GrĂŒne) – falls die GrĂŒnen voll auf Risiko gehen
    – eine 4-Parteien-Regierung „Rot-Gelb” (SPD, Linke, GrĂŒne, FDP) – vorausgesetzt, Linke und GrĂŒne kapieren endlich, dass sie die alte Tante SPD genauso brauchen wie die CSU die große Schwester CDU; d. h. sie durchschauen den Teile-und-herrsche-Trick des „Schwarzen Blocks”, der seit Jahrzehnten – mit UnterstĂŒtzung der Medien – verhindert, dass SPD, GrĂŒne und Linke zu ihren gemeinsamen Wurzeln stehen und sich als „Roten Block“  begreifen (siehe SĂ€ulendiagramm in „Wahlkampf-Mathematik 2017”), in dem die sachlichen Differenzen meist geringer sind als im Schwarzen Block.

Morgen Abend wissen wir mehr. Schau’mer mal.

Fotos: Wikimedia
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