Der betr├╝gerische Bankrott der CSU

Markus S├Âder, der neue „starke Mann“┬áder CSU, hat 2012 zum m├Âglichen Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone gesagt:

Irgendwann muss jeder bei der Mama ausziehen, und die Griechen sind jetzt so weit. (SPIEGEL-ONLINE-Sprücheliste, Nr. 6)

Ich sage heute, im Jahr 2017:

Irgendwann muss die CSU erwachsen werden und aus dem Hotel Mama-CDU ausziehen. Wann sind die Bayern endlich soweit?

Die Seehofers, Dobrindts und S├Âders geben sich gern als gestandene bayrische Mannsbilder. Aber was sind das f├╝r Kerle? Immer, wenn’s drauf ankommt, schl├╝pfen sie unter den Rock von Mutti Merkel.

Schon Franz-Josef Strau├č, der ├ťbervater der CSU, hat stets nur damit gedroht, aber er hat es nie gewagt: Mit der CSU ├╝berall in Deutschland anzutreten – gegen CDU, SPD und all die anderen.

Die CSU ist nur noch ein Schatten fr├╝herer Tage. Sie m├╝sste Konkurs anmelden, aber sie verschleppt den Konkurs. Wie k├╝rzlich die Schlecker-Familie versuchen jetzt die CSU-Bankrotteure zu retten, was zu retten ist. Jeder f├╝r sich.

Aber irgendwann wird es der letzte Depp in M├╝nchen, Hamburg und Berlin, in der CDU, der SPD und bei den Gr├╝nen gemerkt haben:

  • Seit Seehofer hat die CSU unserer Republik, dem Land Bayern und der CDU mehr Schaden zugef├╝gt als Nutzen gebracht.
  • Die CSU-F├╝hrungsspitze ist heillos zerstritten.
  • Nichtsdestotrotz haben diese Leute die Kanzlerin herabgew├╝rdigt, den Deutschnationalen zum Aufstieg verholfen und zuletzt bei den Jamaika-Sondierungen st├Ąndig quergeschossen.
  • 1983, vor der Wiedervereinigung, holte die CSU 10,6% der Zweitstimmen bei der Bundestagswahl. Jetzt sind es nur noch 6,2% – das mit Abstand schlechteste Ergebnis von allen sieben Bundestagsparteien.
  • Das Ganze wird weiterhin kaschiert durch die „schwarze S├Ąule“ der CDU/CSU-Gesamtwerte bei allen Umfrage-Diagrammen. Die miesen CSU-Werte werden systematisch unterschlagen. Au├čer in lap-land.
  • Seehofer & Co. treten weiterhin auf, als w├╝rden sie nicht eine Splitterpartei, sondern eine Volkspartei vertreten. Sie ma├čregeln die SPD, die FDP, die Gr├╝nen und ebenso die CDU.
  • In Wirklichkeit haben die Riesenzwerge in der CSU-F├╝hrung die Hosen gestrichen voll. Denn sie wissen: Viele Bayern w├╝rden sofort die CDU w├Ąhlen, wenn das eines Tages m├Âglich w├Ąre. Umgekehrt w├╝rde kaum ein vern├╝nftiger Rheinl├Ąnder oder Mecklenburger seine Stimme der bayrischen Provinzpartei geben, wenn sie bei ihm antr├Ąte. Und die Unvern├╝nftigen haben l├Ąngst eine f├╝r sie bessere Alternative f. D..

Die logische Konsequenz: Kenia minus CSU.

 

Foto: Dr. Markus S├Âder, eigenes Werk
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2509_Markus_S├Âder.jpg?uselang=de
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1 Kommentar

  1. Alois —   9. Dezember 2017, 23:14 Uhr

    Naja in Bayern jedenfalls steht die SPD so bei 15 % und die CSU, wenn es gerade mal schlecht um sie steht, um die 40 %, sonst eher ├╝ber 50 %. Dass Baxern so dasteht wie es dasteht hat viel mit der erfolgreichsten Partei in ganz Europa, der CSU, zu tun.
    Und im Gegensatz zu CDU und SPD hat die CSU begriffen, dass das, was die Bev├Âlkerung aufbringt gegen die etablierten Parteien, die Migrationspolitik der Etablerten ist, bei der sie sich seltsam einig sind. Da hilft auch das Schuldenmachen und Sozialtransfers nichts, auf das sich dir GrKo dann immer schnell einigt.
    Die SPD mit ihrem Vorsitzenden Schulz wird marginalisiert werden, weil sie im Gegensatz zur CSU die Sorgen der Bev├Âlkerung nicht mehr aufnimmt, siehe NRW. Schulz ist ein EU-Apparatschik, der nach 20Jahren Br├╝ssel jeden Kontakt zu den normalen Menschen, ebenso wie Merkel, verloren hat, ganz im Gegensatz zur CSU und S├Âder. Mit SPD in der Regierung wird es auf jeden Fall teuer f├╝r uns B├╝rger. Das einzige Regulativ, das da noch bremsen kann, ist die CSU, sonst zahlen wir den Soli noch 100 Jahre und nicht nur den, denn was eine B├╝rgerversicherung bedeutet ist auch, st├Ąndig steigende Beitr├Ąge f├╝r die B├╝rger.

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