GroKo IV Рhier denkt und lenkt der öffentliche Dienst

Die WELT bringt heute einen kritischen Kommentar von Robin Alexander, der mich regelrecht elektrisiert hat. Gleich zu Beginn liest man:

Die GroKo ist die neue Norm geworden. In ihr finden keine unterschiedlichen Milieus und Weltanschauungen zusammen ‚Äď sondern konkurrierende Funktion√§rsgruppen, welche die Perspektive des √∂ffentlichen Dienstes teilen.

Wir alle glauben, in einer¬†repr√§sentativen Demokratie¬†zu leben.¬†Dass aber im Bundesparlament die Berufsgruppen unseres Volkes keineswegs angemessen repr√§sentiert sind, fasste schon vor circa drei√üig Jahren der damalige Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff so zusammen: „Der Bundestag ist mal voller, mal leerer – aber immer voller Lehrer.“

2013 saßen im Deutschen Bundestag
– 2 Arbeiter, das entspricht 0,3% aller Abgeordneten, und
– 150 Staatsbedienstete (Beamte bzw. Angestellte im √Ėffentlichen Dienst), das sind fast 25% der Abgeordneten.

Zum Vergleich die entsprechenden Bevölkerungsanteile:
– 26,2% Arbeiter (Stand 2011)
– 13,6% Staatsbedienstete (aktueller Stand).

Noch aufschlussreicher ist die Zusammensetzung der Parteimitgliederschaften (Stand 31.12.2016, AfD-Zahlen liegen nicht vor):
– Arbeiter: CDU 7%, CSU 9%, SPD 16%, FDP 3%, DIE LINKE 19%, GR√úNE 4%
– Staatsbedienstete: CDU 31%, CSU 30%, SPD 42% (!), FDP 27%, DIE LINKE 34% (!), GR√úNE 45% (!!).

Fazit:

  • Das Handeln eines Gro√üteils der heutigen Politiker basiert auf Beamtendenken. Arbeitslosigkeit, Unterbezahlung oder Altersarmut kennen diese Frauen und M√§nner, wenn √ľberhaupt, nur vom H√∂rensagen.
  • Wenn Sie Arbeiter, Angestellter oder Freiberufler sind, sollten Sie nicht nur w√§hlen gehen. Sie sollten in eine politische Partei eintreten und den Laden aufmischen. Bringen Sie ruhig noch ein paar Bekannte mit, die ebenfalls keine Staatsbediensteten sind.
  • Eine „√úberwindung des¬†Eltern in den Wahnsinn treibenden Bildungsf√∂deralismus“ ¬†(Zitat aus dem oben erw√§hnten WELT-Kommentar) ist auch von der n√§chsten GroKo nicht zu erwarten. Denn warum sollten beamtete Politiker sich f√ľr die Abschaffung s√§mtlicher Landes-Schulministerien einsetzen?

Meine Einstellung zum letzten Punkt ist Ihnen ja bestens bekannt …

… Im √úbrigen bin ich der Meinung, dass alle 16 deutschen Landesministerien f√ľr Schule abgeschafft werden m√ľssen.

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