Ramos РHeld oder Zerstörer?

Ein Nachtrag zu „Zwei Endspiele, zwei Wahrheiten“ vom 27. Mai

 

In meinem Artikel vom 27.5. habe ich zwei verschiedene Sichtweisen auf ein und denselben Vorgang, nämlich das CL-Finale in Kiew am 26.5., beschrieben. Dabei ging es auch um zwei völlig entgegengesetzte Beurteilungen des Real-Madrid-Stars Sergio Ramos.

Die einen sehen in ihm einen Helden und Ausnahmefußballer. Die anderen Рund ich gestehe, dass ich zu ihnen gehöre Рsagen: Der Mann ist ein exzellenter Fußballer, aber ständig gehen mit ihm die Pferde durch; um ein Fußballmatch zu gewinnen, ist ihm jedes Mittel recht, vorzugsweise versteckte, brutale Fouls Рer wird zum Käfigkämpfer auf dem Fußballrasen.

Zu den Fakten: Laut Wikipedia ist Ramos

(…) auch f√ľr seine harte Spielweise und h√§ufige Fouls bekannt. Er h√§lt den Rekord f√ľr die meisten gelben Karten (222) und roten Karten (24) eines Spielers bei Real Madrid sowie f√ľr die meisten roten (19) und gelben Karten in der Primera Divisi√≥n (165) und spanischen Nationalmannschaft (21).

Vor weniger als einer Stunde wurde ein FOCUS-Artikel veröffentlicht. Danach

(…) lie√ü der FC Liverpool Torwart Loris Karius nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Real Madrid auf eine Gehirnersch√ľtterung untersuchen.

Ergebnis: Der konsultierte Bostoner Spezialist f√ľr Kopfverletzungen hat festgestellt, dass Karius im CL-Finale durch den Ramos-Ellenbogensto√ü eine Gehirnersch√ľtterung erlitt. Anschlie√üend unterliefen dem Liverpooler Torwart bekanntlich die unfassbaren Fehler, die zu zwei Real-Toren f√ľhrten.

Ich glaube, jeder von uns muss sich fragen, auch mit Blick auf die Fußball-WM: Will ich Fußball oder Kampfsport sehen? Und: Bringen Spieler wie Ramos den Fußballsport voran oder zerstören sie ihn Рals Söldner derer, die mit immer größeren Geldsummen diese Sportart immer mehr pervertieren?

P. S.: Seitens FC Liverpool gibt es bisher keine offizielle Stellungnahme zum Fall Karius. Man kann vermuten, dass die Vereinsbosse stattdessen ihrem Mitarbeiter J√ľrgen Klopp deutliche Hinweise geben, wie er als Trainer in Zukunft seine Spieler zu „programmieren“ hat.

Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Russia-Spain_2017_(6).jpg?uselang=de
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