Da lachen ja die H√ľhner

Streikrecht f√ľr Beamte? Fehlanzeige.

 

Man stelle sich vor, Arbeiter und Angestellte, die gerade ihren Job verloren haben, gehen auf die Stra√üe und fordern: unk√ľndbare Arbeitsvertr√§ge sowie beim Erreichen der Altersgrenze eine monatliche Rente in H√∂he der Pension eines Oberregierungs- oder Oberstudienrats im Ruhestand.

Na, da lachen ja die H√ľhner. Aber das hier ist Realit√§t:

Das Bundesland Hessen nimmt 4200 Disziplinarverfahren gegen beamtete Lehrer wieder auf. Sie waren vor drei Jahren f√ľr mehr Geld und k√ľrzere Arbeitszeiten auf die Stra√üe gegangen, obwohl sie dies nicht durften.

So steht es in einem aktuellen¬†SPIEGEL-Artikel. Das hei√üt, die 4200 Staatsdiener kriegen jetzt „fiesen¬†√Ąrjer“, wie man in K√∂ln sagt. Denn das Bundesverfassungsgericht hat soeben das Streikverbot f√ľr Beamte best√§tigt (tagesschau.de).

In einem ntv-Kommentar heißt es:

Niemand will Lehrern verbieten, f√ľr ihre √úberzeugungen zu demonstrieren (…) Sie sollen es ja nur nicht w√§hrend der Unterrichtszeit machen. Soviel Loyalit√§t dem Staat, und im √úbrigen auch den B√ľrgern gegen√ľber, ist nicht zu viel verlangt. Wer im Staatsdienst arbeitet und anderer Ansicht ist, kann seinen Beamtenstatus im √úbrigen jederzeit aufgeben, in die freie Wirtschaft wechseln – und f√ľr faire L√∂hne streiken.

Und jetzt lachen weder H√ľhner noch Beamte, sondern die Arbeiter und Angestellten.

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