Deutscher Fußball bei der WM 2018: aufgeblasen, weich und schlapp.

Aus dem deutschen Fußball ist ein NIVEA-Ball geworden. Die ganze Welt lacht sich schlapp ĂŒber dieses KindergeplĂ€nkel am Strand, das nichts mehr mit Profi-Fußball auf’m Platz zu tun hat.

Jogis Jungs sind nicht mehr unsere Jungs. Sie beĂ€ugen aufmerksam die Gaga-Frisuren, Tattoos und Tweets ihrer Gegner und vergessen die eigene Strategie und Taktik. Sie treffen sich mit ihrem Cheftrainer zum Werbe-Dreh fĂŒr Gesichtscreme oder Bier und treffen das Tor nicht mehr. Sie lassen sich lĂ€chelnd mit einem Diktator fotografieren, der die Einigkeit von Muslimen und Christen, das Recht und die Freiheit mit FĂŒĂŸen tritt, und wenn vor dem Anstoß die Hymne unserer Republik gesungen wird, schweigen sie schon bei der ersten Textzeile mit finsterer Miene.

Immer mehr Fans wenden sich ab von den dreißigjĂ€hrigen verwöhnten Kindern, die nur kassieren und nicht liefern. Die schon morgens um sieben Uhr keine Selbstachtung mehr haben und sich von jedem kaufen lassen, der genug zahlt.

Mir fĂ€llt hierzu die Anekdote von Mark Twain ein, der im reifen Alter bei einem Diner neben einer attraktiven jungen Frau saß und sie beilĂ€ufig fragte: „WĂŒrden Sie fĂŒr eine Million Dollar mit mir schlafen?“ Nach kurzem Zögern meinte sie: „Warum nicht?“ Darauf Twain: „WĂŒrden Sie es auch fĂŒr fĂŒnf Dollar tun?“ Die entrĂŒstete Antwort: „Was glauben Sie, wer ich bin?“ „Nun“, sagte der alte Herr, „diese Frage haben wir bereits geklĂ€rt. Es geht nur noch um den Preis.“

P. S.: Die Alternative zum Fußball: Synchronschwimmen. Jogi-DĂ€mmerung, Angie-DĂ€mmerung.

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