Kurz vor den Wahlen in Bayern und Hessen: Update / Projekt ORANGE

Ich wei√ü, eine strategische Partnerschaft SPD-Gr√ľne (Projekt ORANGE) auf Bundesebene gibt es (noch) nicht. Trotzdem stehe ich zu dieser Idee, die ich nach der Bundestagswahl vor etwa einem Jahr ins Spiel gebracht habe.

F√ľr mich ist sie nicht so utopisch, wie viele denken, sondern eine Option f√ľr die Nach-Merkel-Zeit. F√ľr utopisch halte ich eher das¬†Wagenknecht-Projekt „Aufstehen“, von dem schon nach wenigen Monaten kaum noch jemand spricht.

Aber ein Ende des CDU/CSU-B√ľndnisses k√∂nnte schon bald Realit√§t sein – je nach Ausgang der n√§chsten Landtagswahlen. Deshalb habe ich meine ORANGE-S√§ulendiagramme noch einmal aktualisiert. Hier sind sie – das neueste zuerst, das √§lteste (Bundestagswahl 2017) zuletzt:

 

Ergebnis aktueller SPON-Wahltrend/SPIEGEL ONLINE (

 

Ergebnis SPON-Wahltrend/SPIEGEL ONLINE (21.11.2017, 18:01)
(vgl. lap-land-Artikel vom 21. Nov. 2017)

 

 Ergebnis der Bundestagswahl vom 24.09.2017
(vgl. lap-land-Artikel vom 20. Nov. 2017)

Anmerkung: Die Werte f√ľr CDU und CSU in den oberen beiden Charts wurden ermittelt, indem der jeweilige Gesamtwert CDU/CSU entsprechend dem Verh√§ltnis bei der Bundestagswahl 2017 aufgeteilt wurde.

 

Fazit:

  • Die AfD legt auf Bundesebene innerhalb eines Jahres um ein Drittel zu (das hat sich inzwischen herumgesprochen).
  • Was sich in den Medien bisher weniger herumgesprochen hat: Die Union (CDU plus CSU) hat ca. ein F√ľnftel der W√§hlerschaft eingeb√ľ√üt.
  • SPD-Gr√ľne haben etwa ein Zehntel mehr Anh√§nger, allerdings hat sich hierbei das Gewicht deutlich zugunsten der GR√úNEN verschoben.

K√§me also – nach dem Ende der jetzigen GroKo – ein B√ľndnis SPD-Gr√ľne auf Bundesebene zustande, w√ľrde es nach Neuwahlen wohl mit Abstand die meisten Abgeordneten stellen. Und mit B√ľndnis meine ich ganz einfach, die Chefs von SPD und Gr√ľnen erkl√§ren vor laufenden Kameras:

Wir lassen uns bei Koalitionsverhandlungen nicht auseinander dividieren. Gr√ľne und SPD werden entweder gemeinsam regieren oder gemeinsam in die Opposition gehen.

Jetzt sind die anderen gefragt in Sachen Verantwortung f√ľr Deutschland. Wir laden FDP, CDU und Linke zu Gespr√§chen ein. Mit der CSU oder der AfD werden wir nicht koalieren.¬†

In diesem Fall wäre eine Kanzlerin oder ein Kanzler aus den Reihen der SPD oder auch der GRÜNEN keine Utopie mehr. Die Alternative: Bundeskanzler Jens Spahn.

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