Ich bin doch nicht blöd … endlich die volle Wahrheit ĂŒber von und zu Guttenberg – von ihm selbst.

Wie viele Planeten gibt es im Universum, die zugleich Sonnen sind? DÀmliche Frage. Okay, nÀchste Frage: Wie viele Menschen gibt es auf unserem Planeten, die stÀndig um sich selbst kreisen? Genau, mindestens einen.

Was ist schon ein MĂŒnchhausen mit seinem lĂ€cherlichen Ritt auf der Kanonenkugel gegen diesen Baron, der zugleich Planet und Sonne ist, eine Plonne sozusagen. Welche Ehre fĂŒr uns, dieses Naturschauspiel erleben zu dĂŒrfen – jetzt, schon wieder, auf vielfachen Wunsch, auf allen KanĂ€len. Gutti’s back again.

Welch ein hochstapelnder … Verzeihung … hochbegabter Mann, der stets prah…strahlt, der sich immer nur auf der Sonnenseite des Lebens befindet, obwohl er sich permanent im Kreis dreht. Ein sunny boy, der beim Kreiseln nie nach links oder rechts oder auf Hinweisschilder schaut, sondern nur sich selbst im Blick hat, den blendenden Herrn ohne Gel und Tadel im Spiegel. Und weil er konsequent in den Spiegel schaut, wird ihm auch nicht schwindlig beim Rotieren. Wieder mal so’n doller Trick von Gutti.

Nein, dem Baron schwindelt’s nicht. Und er hat auch nie geschwindelt, das kann er uns jetzt alles erklĂ€ren. Er hat dafĂŒr extra ein richtiges Buch schreiben lassen, diesmal steht sogar der Name des Dienstboten mit auf dem Cover. Und es geht nicht um einen lĂ€ppischen Doktortitel, sondern um die volle Wahrheit.

Falls Sie, so wie ich, nicht das Gel(d) fĂŒr die neue Guttenberg-Bibel zur Hand haben, lesen Sie einfach den FAZ-Artikel von JĂŒrgen Kaube: „Er war’s gar nicht„. Darin wird kurz und auch fĂŒr Normalbegabte wie Sie und mich verstĂ€ndlich dargelegt, wie die völlig neue und revolutionĂ€re Freiherren-Logik funktioniert. Die Kernthese lautet: Wer eine Tat idiotisch begeht, kann, sofern es sich nicht um einen Idioten handelt, sie gar nicht begangen haben. Ja, wenn er bei seiner Doktorarbeit hĂ€tte tĂ€uschen wollen, dann, so Guttenberg, „hĂ€tte er anders getĂ€uscht“.

Ich schlage vor, Herrn zu Guttenberg fĂŒr seine bahnbrechenden Erkenntnisse bei der Erforschung paranormaler Paradoxien die EhrendoktorwĂŒrde zu verleihen. Zweifellos wird die Guttenbergsche Theorie zahlreiche weitere Forschungsarbeiten zur Folge haben, beispielsweise bezĂŒglich der Frage: Wie dĂ€mlich muss jemand sein, wenn er glaubt, dass andere so dĂ€mlich sind, innerhalb von acht Monaten zweimal auf denselben HĂŒtchenspieler hereinzufallen, nur weil der diesmal keine Brille und die Haare anders trĂ€gt?

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Korrespondierende Artikel:

„Zu Guttenberg – zu spĂ€t?“, 9.5.2011
„Zu Guttenberg, zu schnell, zu forsch, zu naiv“, 19.2.2011

 

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