Kopernikus, Gandhi, Einstein РDas Unumkehrbare umkehren, das Undenkbare denken, das Unmögliche möglich machen.

 

„Die gef√§hrlichste Sache auf der Welt ist¬†die √úberquerung eines Abgrunds in zwei Spr√ľngen“, hat¬†Lloyd George einmal gesagt.¬†Von Wilhelm Busch stammen die folgenden Verse:

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Frisch gewagt

Es kamen mal zwei Knaben
An einen breiten Graben.
Der erste sprang hin√ľber,
Schlankweg, je eh’r, je lieber.
War das nicht keck?
Der zweite, fein besonnen,
Eh‘ er das Werk begonnen,
Sprang in den Dreck.

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Was wir von George und Busch – nicht George W. Bush ūüėČ – lernen k√∂nnen: Prozesse, vor allem politische und gesellschaftliche Entwicklungen, verlaufen nicht immer linear und stetig, bisweilen ist ein gro√üer Sprung nach vorn erforderlich.

In meinem letzten Artikel („Ein Schul-Ref√∂rmchen …„) habe ich, wenn auch mit einem Augenzwinkern, den Begriff „Revolution“ ins Spiel gebracht, um den Blick auf den Zustand des deutschen Bildungswesens und die aus meiner Sicht notwendigen Ma√ünahmen zu lenken. Nat√ľrlich kommen, wenn man sich so aus dem Fenster lehnt, sehr schnell Reaktionen wie „v√∂llig √ľberzogen … unm√∂glich“ oder „gut gebr√ľllt, L√∂we.“

Aber mir geht es nicht um Satire oder Kabarett. Eine Revolution¬†– im Sinne von radikaler Erneuerung und ebenso R√ľckbesinnung auf alte Werte – ist genau das, was wir jetzt an Deutschlands Schulen brauchen.

Jahrzehntelang haben deutsche Bildungsb√ľrokraten mit ihrer Politik der kleinen Schritte einen Scherbenhaufen angerichtet. Die ungez√§hlten „Ref√∂rmchen“ haben kaum etwas nach vorn gebracht. Man ist – aus Mangel an Phantasie und aus Feigheit – immer wieder zu kurz gesprungen, in den Dreck.¬†Wenn wir nicht l√§nger in diesem Morast stecken bleiben wollen, brauchen wir einen echten Befreiungsschlag.

Das Wort „Revolution“ wird oft reflexartig mit Krieg, Gewalt und gro√üem Leid verkn√ľpft. Nat√ľrlich gab es in der Geschichte viele gewaltsame, jedoch auch friedliche Revolutionen, hier in Deutschland zuletzt im Jahr 1989 auf den Stra√üen von Leipzig. Und¬†Menschen wie Einstein, Kopernikus oder Gandhi beispielsweise waren keine Gewalt-, sondern Projektmenschen. Sie haben f√ľr ihre revolution√§ren Ideen stets auf friedliche Weise gek√§mpft.

Worauf warten wir?

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