Abiturwahn ‚Äď oder warum der deutsche Einbildungsb√ľrger Jan Fleischhauer ein Problem mit Martin Schulz hat

Martin Schulz, der m√∂glicherweise im neuen Jahr Au√üenminister und Kanzlerkandidat der SPD sein wird, ist den K√∂nigsweg gegangen. In dem privaten katholischen Gymnasium, das er als Teenager besuchte, lie√ü man ihn nicht zur Abiturpr√ľfung zu; und wer sich ein wenig mit Gymnasien dieser Kategorie auskennt, wei√ü: Das spricht nicht unbedingt gegen den Mann. Schulz absolvierte¬†anschlie√üend eine betriebliche Berufsausbildung im Buchhandel. Heute ist er Pr√§sident des Europ√§ischen Parlaments.

Jan Fleischhauer ist nicht Pr√§sident, Intendant oder Firmenchef. Er ist Journalist. Er hat¬†nie einen verantwortungsvollen¬†Spitzenjob gemacht. Aber er hat Abitur. Deshalb¬†bildet er sich ein, zu wissen, was¬†man braucht, um erfolgreich einen¬†Spitzenjob zu machen: Abitur. Und davon setzt er die Welt in Kenntnis. Hiermit schlage ich Herrn Fleischhauer als neuen Pr√§sidenten eines noch zu gr√ľndenden Vereins deutscher Einbildungsb√ľrger vor.

Was Leuten wie Fleischhauer fehlt, ist Bodenhaftung. Und die bekommst du nicht durch den Besuch¬†eines Gymnasiums oder einer Uni. Auch nicht durch das Schreiben von Artikeln und B√ľchern. Bodenhaftung¬†kannst du dir nur durch jahrelange Maloche¬†in einem Betrieb erarbeiten.

Den D√ľnkel, die¬†verschrobene¬†und abiturfixierte Vorstellung von „Bildung“¬†findet man¬†immer noch bei vielen Menschen. In der Zeit der 68er nannte man sie „elit√§re Schei√üer“.

Franz Josef Wagner formuliert es in der BILD auf seine Weise:

Was f√ľr eine Schwachsinns-Debatte.¬†Wie viele Uni-Luschen fahren heute Taxi. Alle haben ihr Abitur bestanden, Soziologie studiert, Anglistik. Und jetzt pupsen sie in ihren Taxis, w√§hrend sie die ‚Äětaz‚Äú lesen.

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